Zillertal

Das Zillertal - breitestes und südlichstes Tal des Inns - liegt im österreichischen Tirol. Es ist ein weltbekanntes Ski- und Wandergebiet. Von hier aus sind es nur 40 km bis nach Innsbruck und seiner historischen Altstadt, einer der schönsten Städte im Alpenraum. Das Tal hat seinen Namen von dem gleichnamigen Fluss, der einmal die Länge des Tales durchläuft und dann in den Inn fließt. Schon im mittleren Steinzeitalter wurde das Tal und das Tuxer Joch als Übergang durch die Berge genutzt. Die Römer kamen ca. 15 v. Ch. und brachten die Zivilisation. Im Laufe der Geschichte blieb es immer von einer gewissen Bedeutung. Wiesen, Almen, eine traumhafte Berglandschaft mit Wäldern und Wasserfällen ziehen seit Jahrhunderten den Tourismus an.

Hier liegt auch die Geburtsstätte des Bergwanderns und Bergsteigens. Wo anfangs noch einheimische Bergführer zeigten, wo es lang ging, entdeckten bald englische und deutsche Alpinisten, wo es am besten, aufregendsten und schönsten war und machten sich alleine in luftige Höhen. Mitte des letzten Jahrhunderts kam dann der erste Schlepplift nach Hintertux und seit dem ist es ein beliebtes Wintersportgebiet. Auf dem Hintertuxer Gletscher kann man sogar im Sommer Ski fahren. Hier befindet sich auch die Spannagelhöhle, das mit mehr als 10 km Länge größte Höhlensystem der Zentralalpen. Von den zahlreichen und hervorragenden Hotels im Zillertal erreicht man auch den Naturpark Zillertaler Alpen. 80 Gletscher gibt es hier, seltene Orchideenarten blühen in der Naturparkgemeinde Brandenberg, man kann Kristalle wie Granat, Amethyst oder Bergkristall entdecken und die Landschaft ist unvergleichlich schön.

Urige Hütten laden ein, traditionelle Küche zu versuchen, beispielsweise die Schliachta-Nudln oder die bekannten Zillertaler Krapfen. Auch im täglichen Leben spürt man hier die Traditionen, uraltes Brauchtum. Feste, Musik und vieles mehr zeugen von ihr. Das 'Zillertaler Gauderfest' im Frühjahr gehört zu den größten und spektakulärsten in Österreich.