Matterhorn

Matterhorn
Kaum ein Berg hat so eine seltene Form wie das Matterhorn. Er ist auch bekannt für seine guten Bergsteiger, trotz das er nur der 10höchste Gipfel der Welt ist. Der Name Matterhorn kommt aus dem deutschen 'Matte', eine Fläche, und 'Horn' für Berg. Es bezieht sich wahrscheinlich auf die große Grünfläche zu seinen Füßen, die heute fast gänzlich von dem Ort Zermatt eingenommen wird. Im italienischen heißt er Monte Cervino, wie er einst genannt wurde.

1865 wurde das Matterhorn das erste Mal vollends bestiegen. Der Engländer Edward Whymper mit weiteren 6 Bergsteigern erreichte den Gipfel am 14. Juli. Beim Abstieg stürzten 4 von ihnen ab. Der berühmteste Bergsteiger jedoch ist Ulrich Inderbinden. Er war insgesamt 371 Mal auf dem Gipfel, das letzte mit 89 Jahren. Bis 95 Jahre war er aktiver Bergführer, als er wegen eines Bruchs seine Aktivität aufgeben musste. Er starb mit 104 Jahren.

Es gibt zahlreiche Routen den Berg zu erstiegen. Dabei ist der Hörnligrat auf der Nordost-Seite der am häufigsten genutzte. Sie teilen sich auf in Grate und Wände, über die man ganz oben ankommt. Viele Notlager dazwischen sorgen für Sicherheit im Fall von Unwetter. In jedem Fall ist eine gute physische Kondition und viel Erfahrung nötig, um sich diesem Unterfangen zu widmen.

Matterhorn
Matterhorn Südseite
Nicht-Bergsteiger werden sich allerdings auch so an ihm erfreuen können, denn der Blick von Zermatt ist beeindruckend. Der Ort befindet sich zu seinen Füßen, eine typische Bergkleinstadt, in der man im Winter wie im Sommer Urlaub machen kann. Es ist das höchste Sommerskigebiet Europas. Auch das touristische Bergsteigen ist hier möglich. 400 km Wanderwege sind ein weiterer hoher Anziehungspunkt genauso wie das Faktum, dass es in Zermatt keinen privaten Verkehr gibt.