Kilimandscharo

Kilimandscharo
Fast 6.000 m hoch und mitten in Afrika: der Kilimandscharo ist der höchste Berg des Kontinents und befindet sich in Tansania. Der 'Berg der bösen Geister' oder 'weiße Berg', wie er von den Swahili genannt wird, ist vulkanischen Ursprungs und auch noch aktiv. Der letzte Ausbruch war um 1700, seit dem raucht er.

Das Massiv hat drei Gipfel: den Kibo, den Mawenzi und den Shira. Zahlreiche Wege führen auf den Gipfel und sind schon seit langem großer Anziehungspunkt für Bergsteiger. Aber auf seinen Gletschern kann man auch herrlich Skifahren. Ganz anders, als man von weitem vermutet, gibt es um das Kilimandscharo-Massiv einen breiten Regenwaldgürtel, der bis in die 3.000er-Grenze reicht. Er ist extrem reich an Flora und Fauna und sehr wichtig für den afrikanische Lebensraum. Zahlreiche Zugvögel überwintern hier, Leoparden genauso wie Elefanten, Büffel und viele weiteren Arten findet man. Auch die Flora ist Artenreich mit seltenen Orchideenarten, Palmen, Olivenbäumen und vielen anderen. Von hier gelangt man leicht in den Serengeti- und Kilimandscharo-Nationalpark.

Kilimandscharo
'Entdeckt' bzw. schriftlich festgehalten wurde der Berg um 100 n. Ch. das erste Mal. Der griechische Geograph und Astronom Ptolemäus berichtete von einem schneebedeckten Berg mitten in Afrika. Gut 1.000 Jahre später sprachen chinesische Handelsreisende von ebenso einem Berg. Die Europäer der Neuzeit sahen ihn das erste Mal 1848, als der deutsche Missionar Johannes Rebmann begeistert von ihm berichtete. Doch merkwürdigerweise wurde ihm Jahrelang kein Glauben geschenkt, da sich die in Europa befindenden Wissenschaftlicher nicht vorstellen konnten, dass in unmittelbarer Nähe des Äquators ein schneebedeckter Berg existieren konnte. Seit 1861 versuchte man ihn zu besteigen, doch erst 35 Jahre später schafft es ein Team.